Wärme aus Abwasser in Industrieanwendungen - endlich sinnvolle Nutzung möglich

In vielen Unternehmen sind Produktionsprozesse anzutreffen, bei denen Abwärme im Abwasser auf einem niedrigen Temperaturniveau entsteht oder Kälte benötigt wird. Sehr häufig finden sich für diese Temperaturniveaus zwischen -10 °C und 40 °C keine sinnvollen industriellen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Firma thermea. aus Freital bei Dresden hat ein Wärmepumpenkonzept für Industrieunternehmen entwickelt, bei dem Kälte bis - 10 °C erzeugt werden kann und die anfallende Abwärme auf hohem Temperaturniveau auf bis 90 °C als Prozesswärme nutzbar wird. Damit kann die Abwasserwärme als ideale Energiequelle genutzt werden.

Mit der Entwicklung der Hochtemperaturwärmepumpen und Kältemaschinen für den industriellen Einsatz hat thermea in nur 2 Jahren eine absolute Weltneuheit auf den Markt gebracht. Anlagen dieser Baugröße mit CO2 als natürlichem Arbeitsstoff waren bisher am Markt nicht verfügbar.

„Damit können wir Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz mit hohen Vorlauftemperaturen bis 90 °C verbinden“, sagt Geschäftsführer Steffen Oberländer (47). So benötigen diese Wärmepumpen für das Aufheizen von Wasser, Luft und anderen Fluiden prozessbedingt weniger Antriebsenergie als herkömmliche Wärmepumpen mit Arbeitsstoffen auf Fluorkohlenwasserstoff-Basis. Die innovative Technik wurde vom deutschen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit dem Kältepreis ausgezeichnet.

Die Anlagen sind in Baureihen bis 1000 kW verfügbar und wurden speziell für Industrieunternehmen entwickelt, die einen großen Bedarf an Heiz- und Prozesswärme und/oder Prozesskälte haben.

Besonders effizient ist die Anwendung bei gleichzeitigem Wärme- und Kältebedarf. Auch Einsatzfälle in der Gebäudewirtschaft und in Nahwärmenetzen sind denkbar.
http://www.thermea.de/waermepumpen

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